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jessica222

Anfänger

  • »jessica222« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1

Registrierungsdatum: 3. Mai 2017

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1

Mittwoch, 3. Mai 2017, 06:13

Kurz vor dem Ziel kann ich nicht mehr

Ich hatte einen Plan mit einem Mann. Er ist Witwer und wir kennen uns vier Jahre. In den vier Jahren war er immer für mich da. Aber wir hatten eine sehr schwere Zeit, die ich nicht verkrafte.

Wie gesagt, er ist Witwer und trauert noch. Eine erste Beziehung scheiterte an seiner Trauer. Er wollte es mit mir probieren und mußte dauernd an seine verstorbene Frau denken, mit der er zwei Kinder hat. Sie waren glücklich. Sie kannten sich von klein auf.

Nach ihrem Tod wechselte er die Stadt, fing auch beruflich neu an. Er ist Pfarrer.

Wir blieben Freunde, nachdem er aber eine Beziehung einging, die nur ein halbes Jahr ging, fingen wir wieder an zu flirten. Aber es klappte wieder nicht. Ich habe eine Mißbrauchvergangenheit (16 Jahre), wir vereinbarten, daß ich mir Hilfe hole.

Die Hilfe bekomme ich in Kürze. Ich werde zwei Wochen vorher Bescheid kommen.

Nun macht mich die Warterei krank. In seinem Umfeld wird viel gestritten, in dem Haus, in dem ich wohne auch. Die letzten zwei Jahre waren der Horror pur. Ich machte einen Alkoholentzug und ging in die Insolvenz.

Eine Therapie endete mit einer Vergewaltigung. Ihn will ich anzeigen. Noch fehlen mir die Beweise. Die Beraterin rät zu einem späteren Zeitpunkt. Es ist ja noch nicht verjährt.

Er hielt immer zu mir.

Aber ich komme mit dem ganzen Gemeindeleben nicht klar. Er ist beliebt und ein guter Pfarrer, aber in einem sozialen Brennpunkt. Niemand außer ihm war in den letzten zwei Jahren für mich da. Alle drehen sich nur um sich selbst. Viel Narzisten, Menschen, die ihr Leben nicht auf die Reihe kriegen.

Unser Plan klappt jetzt nicht mehr. Seit gestern weine ich viel und überlege ob ich nicht nach der Klinik in eine andere Stadt gehe und neu anfange.

Ich kann nicht mehr auf ihn warten und bin sauer auf seine Gemeinde. Ich fühle mich alleingelassen. Und weiß nicht wie es weiter gehen soll.

Im November habe ich einen Selbstmordversuch überlebt. Es hat ihn so sehr getroffen, daß er sich eine Zeitlang zurückzog. Ich bekam keine Hilfe. Die Klinik habe ich mir selber besorgt. Der Psychiater redet immer nur von Tabletten.

Es wird sehr schwer die Therapie durchzustehen. Ich habe mehrere Mordversuche überlebt, kein Vertrauen mehr in Menschen. Und sein Umfeld ist sehr anstrengend.

Reicht die Liebe nicht mehr? Er war immer für mich da. Nach dem Selbstmordversuch haben wir wieder zueinander gefunden. Aber ich habe keine Kraft mehr. Ich weiß nicht mehr weiter und will nicht dauernd leiden und weinen.

eliott

Fortgeschrittener

  • »eliott« ist weiblich

Beiträge: 332

Registrierungsdatum: 24. Februar 2015

Wohnort: graz

Beruf: angstellte

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2

Montag, 8. Mai 2017, 07:59

hallo Jessica!
erst mal herzlich willkommen hier im Forum.
ich habe deinen beitrag gelesen und möchte dir hier antworten:
nun du hast einen witwer kennengelernt und ihr habt euch verliebt.
in den 4 jahren war er immer für dich da..
du hast geschrieben..ZITAT.Wie gesagt, er ist Witwer und trauert noch. Eine erste Beziehung scheiterte an seiner Trauer. Er wollte es mit mir probieren und mußte dauernd an seine verstorbene Frau denken, mit der er zwei Kinder hat. Sie waren glücklich. Sie kannten sich von klein auf-ZITAT ENDE.
nun es ist schwierig eine Beziehung mit einem menschen einzugehn der noch immer um seine verstorbene frau die er schon so lange gekannt hat trauert.
vor allem sind da ja noch die beiden kinder aus dieser ehe für die der verlust ihrer mutter sicher auch sehr schwierig war.
warum hat man hier nicht gemeinsam professionelle hilfe gesucht um mit der trauer und dem verlust fertig zu werden?
wäre das nicht besser als wenn man alles hinter sich lässt und in eine andre Stadt zieht um ein neues leben zu beginnen?
in Wahrheit ist das ein davon laufen vor der Vergangenheit.
aber das ist halt auch net das wahre denn diese holt einen immer wieder ein.
nun er hat er sich dazu entschieden Pfarrer zu werden.
nach eurer flirterei habt ihr versucht zusammen zu kommen...
nun das ist halt sehr schwierig wenn der eine mit seiner Vergangenheit nicht abgeschlossen und du nach dem missbrauch immer noch leidest...
es war eine wichtige Entscheidung die du getroffen hast indem du dir hilfe holst..
ZITAT
Nun macht mich die Warterei krank. In seinem Umfeld wird viel gestritten, in dem Haus, in dem ich wohne auch. Die letzten zwei Jahre waren der Horror pur. Ich machte einen Alkoholentzug und ging in die Insolvenz.
Eine Therapie endete mit einer Vergewaltigung. Ihn will ich anzeigen. Noch fehlen mir die Beweise. Die Beraterin rät zu einem späteren Zeitpunkt. Es ist ja noch nicht verjährt.
Er hielt immer zu mir ZITAT ENDE
nun dass dich die Warterei krank macht und du so bald als möglich mit der Therapie anfangen möchtest ist verständlich.
dass in seinem Umfeld viel gestritten wird dass du in Insolvenz gehen musstest und den alkoholentzug machen musstest der mit einer Vergewaltigung endete war sicher eine sehr schwierige und traumatische Erfahrung.
was die Vergewaltigung anbelangt so solltest du den mann unbedingt anzeigen...
so eine tat gehört zur Rechenschaft gezogen.
auch wenn dir derzeit noch die beweise fehlen so solltest du unbedingt an der Sache dran bleiben .
solange die Verjährungsfrist noch nicht verfallen ist kann man ihn dafür noch immer belangen.
am besten wäre es wenn du dich mit deiner Beraterin zammsetzt und genau die nächsten schritte planst.
dass er in dieser schweren zeit zu dir gehalten hat war wichtig denn wenn man in so einer schwierigen Situation ist so ist es wichtig jemanden an seiner seite zu haben.
du schreibst...ZITAT:Aber ich komme mit dem ganzen Gemeindeleben nicht klar. Er ist beliebt und ein guter Pfarrer, aber in einem sozialen Brennpunkt. Niemand außer ihm war in den letzten zwei Jahren für mich da. Alle drehen sich nur um sich selbst. Viel Narzisten, Menschen, die ihr Leben nicht auf die Reihe kriegen.

Unser Plan klappt jetzt nicht mehr. Seit gestern weine ich viel und überlege ob ich nicht nach der Klinik in eine andere Stadt gehe und neu anfange.

Ich kann nicht mehr auf ihn warten und bin sauer auf seine Gemeinde. Ich fühle mich alleingelassen. Und weiß nicht wie es weiter gehen soll.zitat ende

nun du kommst mit dem gemeindeleben nicht klar.
darf ich fragen nach dem grund fragen?
nun er ist ein beliebter Pfarrer in einem sozialen Brennpunkt.
da hat er sicher eine grosse und schwierige aufgabe die sicher nicht immer so einfach zu bewältigen ist.
nun da er so eine grosse und verantwortungsvolle aufgabe übernommen hat stellt sich die frage wie es weiter gehen soll.
du fühlst dich allein gelassen und weisst nicht wie es weiter gehen soll´und überlegst sogar nach der Therapie die Stadt zu verlassen.
ich habe eine frage.
hast du mit ihm schon einmal darüber gesprochen?
weiss er darüber bescheid?
du hast geschriebenZITAT-
Im November habe ich einen Selbstmordversuch überlebt. Es hat ihn so sehr getroffen, daß er sich eine Zeitlang zurückzog. Ich bekam keine Hilfe. Die Klinik habe ich mir selber besorgt. Der Psychiater redet immer nur von Tabletten.zitat ende
es ist verständlich dass ihn dein Selbstmordversuch sehr getroffen hat und er sich auf grund dessen zurrück gezogen hast.
dass du dir darauf hin eine Klinik gesucht hat und dich in psychologische Behandlung gegeben hast war wichtig.
der Psychiater hat dir Tabletten verschrieben...nimmst du die wohl regelmässig?
du hast geschrieben dass ihr nach dem Selbstmordversuch wieder zueinander gefunden habt.
nun ist die frage wie es weiter gehen soll.
hast du mit ihm schon über die ganze Situation die sich belastet gesprochen?
über deine wünsche...deine Gedanken...
vor allem dass du dich in der gemeinde unwohl fühlst?
was sagt er dazu?
weiters ist ein gemeinsames zusammen leben möglich?
wenn ja wie soll es ausschaun?
wie lässt sich die Partnerschaft und seiner arbeit in der gemeinde vereinbaren?
ist seine liebe zu dir so gross dass er bereit wäre sich versetzen zu lassen und mit dir in eine andre Stadt zu ziehn um ein neues leben aufzubaun?
all diese dinge gehören geklärt bevor du alles hinschmeisst und wegziehst.
doch bevor du das alles angehst solltest du die Therapie die du derzeit machst durchziehn.
es ist ganz wichtig dass du über alles was dich belastet mit dem Therapeuten zu besprechen.
ich hoffe dass die erfolgreich ist und du wieder lernst menschen zu vertraun.
ich wünsche dir alles gute.
halt uns bitte am laufenden.
alles liebe elli
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es" (Erich Kästner)

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