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sovereign12689

unregistriert

1

Mittwoch, 16. Dezember 2015, 19:32

Fühle mich von Freunden ausgeschlossen

Hey,

erstmal wollte ich kurz loswerden, dass ich dieses Forum hier wirklich klasse finde und es bewundere, wie viel Energie und Leidenschaft ihr hier reinsteckt, um anderen zu helfen.

Wie der Titel schon sagt, fühle ich mich von eine bestimmten Gruppe meines Freundeskreis (3-4 Leute) ausgeschlossen. Jetzt weiß ich gerade gar nicht, wo ich anfangen soll. Wir kennen uns alle aus dem Studium, wir haben alle im gleichen Semester angefangen, haben alle an der selben Universität in den Staaten ein Auslandssemester gemacht und sind alle gerade dabei unseren Abschluss zu machen.

Wir waren bis vor ein paar Monaten wirklich beste Freunde, haben viel zusammen unternommen und auch durchgemacht.
In den letzten paar Monaten war ich jedoch wirklich sehr beschäftigt. Ich habe einen sehr guten Nebenjob ergattern können, schreibe Momentan meine Masterarbeit fertig und werde anschließend von der Firma übernommen werden. D.h. ich habe mich sehr auf mein Zeug konzentrieren müssen und ich denke, dass das viele andere auch so machen würden. Ich hatte oft nur an Wochenenden Zeit, aber auch dies hat sich in den letzten Monaten etwas verändert, da dann zunehmend meine Masterarbeit in den Vordergrund gerückt ist. Ich habe dementsprechend meine "Freunde" nicht so häufig sehen können, welche halt eben nicht arbeiten noch nicht ihre Abschlussarbeit angefangen haben und dementsprechend mehr Zeit haben (das ist kein Vorwurf gegenüber meinen Freunden - ich finde, dass jeder es so machen kann, wie sie/er es will und wie es halt passt. Ich glaube meine jetzige berufliche Position und Zukunft basiert auch sehr viel auf Glück).

FYI: Ich erzähle meinen Freunden nicht viel über meine Abschlussarbeit und generell über meine Arbeit, da ich das Gefühl habe, dass das so eine Angebermasche sei. Wenn sie mal fragen, antworte ich meist ohne großartige Ausschweifungen, z.B. "ziemlich stressig, viel zu tun, aber ist interessant" etc.-> so ein Zeug halt.

In den letzten 2-3 Monaten und vor allem in den letzten paar Wochen ist die Stimmung zwischen mir und meinen Freunden wirklich gekippt - meiner Ansicht nach. Ich wurde gar nicht mehr für Unternehmungen eingeplant und wenn ich mal eingeplant wurde, habe ich auch gleich von Anfang an gemerkt, dass ich mich nicht wohl fühle. Vor kurzem war auch meine Freundin aus den Staaten zu Besuch und ich habe sie zu meinen Freunden (mit "Anmeldung") mitgebracht. Selbst meine Freundin sprach mich, nachdem wir gegangen sind, darauf an und merkte an, dass wirklich eine unangenehme Stimmung herrschte als wir da waren und sie sich nicht nur unwohl fühlte, sondern auch nach knapp 20 min. wieder nach Hause gehen wollte.

Vor ein paar Wochen waren wir mit einem anderen Freundeskreis zusammen essen und ich habe dann mehr oder weniger mitbekommen, dass sie sich am Abend davor bereits getroffen hatten und trinken waren (eigentlich habe ich es direkt mitbekommen, weil eine Freundin aus diesem Kreis solche Sachen, also Treffen worin ich nicht miteingeplant bin, besonders laut und betonend über den ganze Tisch erzählt, damit ich das auch ja mitbekomme - den Eintruck habe ich schon seitdem das mit dem Unwohlsein angefangen hat). Ich habe mir nicht anmerken lassen, dass ich innerlich verletzt war....wie waren mal wirklich beste Freunde. Ich hätte ihnen meine dunkelsten Geheimnisse anvertraut....heutzutage traue ich mich noch nicht mal über meine Privatleben generell was zu erzählen und spiele meist stummer Zuhörer.

Vor einer Woche hat ein Freund aus diesem kleinen Freundeskreis Geburtstag (er meinte ein paar Tage davor, dass er nur was mit seiner Freundin machen wollte - vollkommen verständlich, finde ich). Ich habe ihn bis das alles anfing, wie einen älteren Bruder gesehen....wir haben uns wirklich alles erzählt, uns gegenseitig unterstützt, was immer es auch an Problemen gab - es gab Zeitpunkte bei dem einer von uns vor dem anderen geheult hatte, weil wir Beziehungsprobleme hatten oder derartiges.... Ich habe ihn nachdem ich aus dem Büro rauskam direkt angerufen und wollte ihm gratulieren. Wir haben nur kurz geredet, als er dann meinte, dass er sich jetzt mit den anderen trifft und trinken geht und fragte dann ganz beiläufig, ob ich denn auch kommen wollte (ich war also eigentlich gar nicht eingeplant). Ich habe abgelehnt und gesagt, dass ich wegen einer Besprechung noch länger im Büro bleiben muss und nicht weiß, wann es endet…..ich hatte wirklich das Gefühl, dass er mich nur so beiläufig fragte und es ihm eigentlich egal war, ob ich komme oder nicht. Es war wie ein Stich durch mein Herz….mein bester Kumpel bis dato, hatte noch nicht mal bei sowas an mich gedacht. In den letzten paar Monaten ist mir auch aufgefallen, dass er sehr häufig nicht auf Nachrichten antwortet und auch nicht auf meine Anrufe reagiert (und er ist einer der Personen die eigentlich 24/7 am Handy ist), wenn ich mal Zeit habe und frage ob wir alle Abends eventuell zusammen was machen können. Wenn dann mal ein Anruf oder eine Nachricht zurückkommt, kommen meist die Standardantworten: „Sorry ich habe mein Handy nicht gehört/ich war in nem anderen Raum“ und kurz danach „ja komm doch einfach die anderen sind schon lange da“…

Ich fühle mich zutiefst verletzt und finde meine Emotionen zugleich unangemessen und kindisch mit meinen 27 Jahren.... ich habe sie wirklich als meine engsten Freunde gesehen und ich habe auch oft das Gefühl, dass sie über mich reden, wenn ich nicht dabei bin. Ich weiß nicht wie ich mit der Situation umgehen soll und hatte nach dem Geburtstagsanruf nur noch Gedanken, wie: „das sind nicht mehr meine Freunde….ich will hier weg….sie wollen mich nicht mehr“

Hat jemand von euch vielleicht einen Rat für mich? Soll ich auf Konfrontationskurs gehen? Oder mich einfach auf meine Zukunft konzentrieren? Ich habe nicht sonderlich viele Freunde in der Stadt hier und meine anderen Freunde wohnen praktisch am anderen Ende des Landes…..

LG

Janez

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Beruf: Pfarrer a.D.

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2

Sonntag, 20. Dezember 2015, 17:37

Dein Thema wurde aktiviert.

Liebe Grüße
Janez
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Spezial

Senior Moderator | Das offene Ohr für euch.

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3

Montag, 21. Dezember 2015, 21:22

Sei gegrüßt,
ich würde dir raten deine Freunde bei eurem nächsten Treffen mal darauf anzusprechen oder jeden Einzelnen mal zur Seite zu nehmen. Freunde bringen meistens Freude im Leben und eine gewisse Abwechslung zum stressigen Alltag. Von daher sollte man Freundschaften pflegen.
Versuch deinen Freunden klar zu machen, dass während deiner Studienzeit halt nicht viel Freizeit da ist und du auch wirklich jede Möglichkeit nutzt um dabei zu sein. Richtige Freunde sollten dafür Verständnis haben.
Natürlich hat deine berufliche Zukunft erstmal eine höhere Priorität, welche du auf keinem Fall vernachlässigen solltest und das verstehen vllt. deine Freunde nicht, da sie einen anderen Werdegang eingeschlagen sind.
Versuche erstmal mit allen in Ruhe darüber zu reden und ihnen klar zu machen, wie es zur Zeit bei dir aussieht.

Ich wünsche dir viel Erfolg und ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest.
Für Fragen oder Gesprächsbedarf könnt ihr mir auch gern eine private Nachricht schreiben.


"Der Kummer, der nicht spricht, nagt leise an dem Herzen, bis es bricht." - William Shakespeare

Liebe Grüße
Spezial

Moderator in den Bereichen "Beziehung, Familie, Sexualität" und "Beruf, Ausbildung und Co."

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