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DasFragezeichen

unregistriert

1

Donnerstag, 29. Oktober 2015, 16:13

Rat von Nöten - einsam, deprimiert, verzweifelt

Hallo,
ich hab eigentlich noch gar keine Erfahrung mit Foren. Möchte auf diesen Wege nun auch versuchen mir meine Sorgen von der Seele zu reden in der Hoffnung ein paar gute Tipps und Meinungen zu kriegen wie andere es sehen, selbst erleben usw.
Ich bin nun schon fast 30 und habe eigentlich seit dem ich klein bin schon einiges in meinem Leben mit gemacht, man kann sagen es war bis jetzt eigentlich immer die reinste Achterbahnfahrt. Als ich klein war wurde ich oft gemobbt und ich hatte kaum Freunde worunter ich sehr litt. Auch im Familienhaus herrschte nicht immer das beste Klima und es gab die eine oder andere Katastrophe, manchmal auch Gewalt mit im Spiel. Wirklich schlimm wurde es aber eigentlich ab 20, als sich meine Eltern getrennt haben (war eine Horror Trennung und hing sehr an meiner Familie auch wenn es manchmal katastrophal zuging), mich kurz davor auch noch meine große Liebe verlassen hat und mein Hund auch noch gestorben ist.
Lange Zeit steckte ich in einem ziemlichen Loch, hab mich aber mit 22 wieder selbst gefangen. Danach nahm ich mein Leben selbst in die Hand und fing an zu studieren, suchte mir einen Job. Das lief bis jetzt eigentlich ganz zufriedenstellend.
Habe sehr jung,mit ca. 23, meine beiden Großeltern verloren . Insgesamt von meiner nahestehenden Familie blieb dann eigentlich nur meine Mutter und mein Vater die getrennt lebten. Zu meiner Mutter hatte ich eine sehr innige Beziehung, zu meinem Vater eher weniger. Mein Bruder verabscheute mich und meine Eltern und auch kein Kontakt, was mir sehr weh tat, aber er lebte in seiner eigenen Welt und ich konnte nicht zu ihm durchdringen weshalb ich für mich entschied den Kontakt lieber zu lassen. Freunde hatte ich bis auf eine einzige Freundin auch nicht.

Ich weiss auch nicht woran es liegt, dass ich keine Freunde finde, ich habe ständig das Gefühl mich kann niemand wirklich leiden bzw. ich bin nie so richtig erwünscht, wenn ich mal jemanden neuen kennenlerne dann verläuft das im Sand wenn ich mich nicht darum bemühe, sprich von selbst meldet sich niemand bei mir und das verletzte mich sehr weshalb ich sehr vorsichtig gegenüber Menschen geworden bin. Bin jetzt aber eigentlich ein sehr offener, freundlicher Mensch, höre immer aufmerksam zu und kann sehr einfühlsam sein. Arrogant bin ich also keineswegs.
Meine eigentlich einzige beste Freundin mein gesamtes Leben lang, auch mit Höhen und Tiefen, war meine Mutter, die ist leider vor 1 Jahr, innerhalb eines Jahres, an Krebs gestorben. Mich hat das damals so sehr getroffen und bin immer noch nicht darüber hinweg. Kurz bevor ihre Diagnose fest stand befand ich mich selbst im Krankenhaus und eine Therapeutin fragte mich was das Schlimmste in meinem Leben wäre was in nächster Zeit passieren könnte, und ich sagte noch darauf „wenn meine Mutter plötzlich sterben würde“. Dementsprechend fiel ich aus allen Wolken als 2 Monate darauf diese schreckliche Diagnose kam. Ich dachte mir noch ob mir jetzt jemand etwas zu Fleiss machen will und meinen schlimmsten Alptraum wahr werden lässt oder was das soll.Als hätte ich nicht schon genug mitgemacht bisher. Meine Mutter starb mit 55, also noch sehr „jung“. Es war für mich ein Horror Jahr während ihrer Krankheit . Den für mich meist geliebten Menschen so dahin sterben zu sehen und man ist machtlos war fast unerträglich. Und nebenbei musste man ja trotzdem arbeiten gehen.
Was mir danach blieb war die Familie von meinem Stiefvater(Mutter nochmal geheiratet ), zu meinem leiblichen Vater hatte ich nach wie vor, seit der Trennung mit 20, nicht viel Kontakt bzw. kein sehr inniges Verhältnis. Ich habe mich wirklich angestrengt in dieser Familie aufgenommen zu werden aber leider nicht so wie ich es gern gehabt hätte bzw. es fehlte stets diese wirklich ehrliche Zuneigung. Aussagen wie „du gehörst eben nicht zur Familie“ kamen leider doch einige Male. Ich hab sehr oft versucht durch kleine Aufmerksamkeiten und Geschenke und viel Hilfsbereitschaft akzeptiert zu werden. Solang ich mich ruhig und friedlich verhielt wurde ich „geduldet“. Hab ich mir jedoch doch einmal erlaubt etwas zu sagen was vielleicht nicht ihrer Meinung entsprach wurde ich gleich wieder ausgeschlossen bzw es kamen so Aussagen wie man sei mir keiner Rechenschaft schuldig. Bin der Meinung solche Aussagen macht man nur dann wenn man jemanden ohnehin nicht sonderlich leiden kann, ansonsten hört man sich doch die Meinung eines anderen an, denkt darüber nach und entscheidet selbst was man damit anfängt oder nicht aber stösst nicht gleich so ne gemeine Aussage ab. Aber selbst in „guten Zeiten“ kam nie jemand auf die Idee mir vielleicht mal eine Freude zu machen oder auch nur mal anzurufen und zu fragen ob ich auf einen Kaffee kommen mag oder ein einfaches „wie geht es dir so, was treibst du“, nichts. Nicht einmal kurz nach dem Tod meiner Mutter hatte ich das Gefühl, dass sich jemand sonderlich dafür interessiert wie es mir geht.
Wenn ich so auf mein Leben zurück blicke hab ich für mein eigentlich noch recht junges Alter einiges hinter mir, natürlich schon auch viel Positives, aber es tut so verdammt weh zu fühlen, dass man den einzigen Menschen der einen wirklich liebte, dem man alles erzählen konnte und der eigentlich immer Interesse an meinem Leben hatte, und mir das Gefühl gab wichtig zu sein, verloren hat. Sich eigentlich sonst überhaupt niemand um einen etwas schert und egal wie sehr man sich bemüht man einfach keinen Anschluss findet bzw. niemanden der bereit ist nicht nur zu nehmen sondern auch zu geben. Ich fühl mich so fehl am Platz, unverstanden und einsam in dieser Welt. Ständig verletzt und abgewiesen zu werden und förmlich um Zuneigung oder Freundschaft betteln zu müssen ist der reinste Horror. Es raubt so viel Kraft. Habe zwar gelernt mein Leben alleine mit schönen Dingen zu füllen, ich mache viel Sport (auch im Verein) usw aber es fehlt einfach etwas und das eigentlich schon sehr sehr lange wenn ich so zurück denke. Sehnte mich immer nach Freunden, auch als meine Mutter noch am Leben war. In der Liebe hatte ich auch nie wirklich viel Glück, habe zwar derzeit einen Freund aber dieser kann meine Gedankengänge auch nicht wirklich nachvollziehen bzw. versteht nicht wie sehr mich das belastet. Er ist nicht so der emotionale Typ wie ich und diskutiert auch nicht gern lang und breit über solche Themen. Er hat auch kaum Freunde, aber ihm scheint das egal zu sein.

Habe oft das Gefühl eine tickende Zeitbombe zu sein, auch wenn man es mir nicht anmerkt, weil ich vieles glaub ich in meinem Leben nie wirklich verarbeitet hab und auch nicht wirklich jemanden hatte mit dem ich darüber reden kann. Ich wünsche mir einfach endlich Menschen in meinem Leben mit denen ich meine Gedanken teilen kann und die zu mir stehen. Das Gefühl gemocht zu werden und nicht allein einsam vor sich hin zu trotten oder um Zuneigung betteln zu müssen.

Wie geht man am besten mit all dem um? Was mache ich bloß falsch? Wie kann ich meine Situation ändern und Menschen finden die an einer ehrlichen Freundschaft interessiert sind?
Freue mich über eure Meinungen und/oder Ratschläge

Janez

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Beruf: Pfarrer a.D.

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Freitag, 30. Oktober 2015, 20:43

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Liebe Grüße
Janez
Freuen dürfen sich alle, die Frieden stiften - Gott wird sie als seine Söhne und Töchter annehmen 'Matthäus 5, 9

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